Data sein verstrahlter Guppy

© Felix Herzog

Konnichiwa alle miteinander.

Diesmal als Gäste: Neu bei Data sein Hals, aber schon wohl bekannt vom Roettcast: Leon und Misch von der Kölner Band Behold. Zusammen reden wir über den jüngsten real gefilmten Godzilla aus Japan: Gott der Zerstörung – auch bekannt als:

Shin Godzilla

Zumindest hatten wir das so geplant, am Ende reden wir dann doch über Sidzilla. Vielleicht auch über Godmeier. Vielleicht ist Godzilla einfach nur ein misshandelter, verstrahlter Guppy!

Was immer dieser Godzilla für einer seiner will, in einem sind wir uns sicher: Er ist eine tiefe Verbeugung vor dem ersten, dem ursprünglichen Godzilla. Diese Verbeugung beginnt schon früh – lässt sich schon erahnen, wenn man nur die beiden Titelbilder der Filme vergleicht:

Das Titelbild von Shin Godzilla:

Das Titelbild von Godzilla (1954):

Bei der Musik macht es sich auch bemerkbar:

Godzilla seine Trailer:

Shin Godzilla

Godzilla vs The Smog Monster

Monster Planet

Godzilla (2014)

Godzilla: King of the Monsters

Godzilla (1998)

Data Eure Filme, über die wir sonst noch reden:

Alien

Das Ding aus einer anderen Welt

Data Sein Spielzimmer:

Data seine anderen Teile unserer Godzilla-Trilogie:

Data seine Links:

Data sein Soundtrack:

Medley “Star Trek Theme / Godzilla Theme”

Data seine Kaptelmarken:
  • 0:00:00 Intro, Begrüßung & Einleitung
  • 0:05:09 Zusammenfassung
  • 0:07:41 Männer in Gummianzügen
  • 0:09:14 Was ist das eigentlich für ein Godzilla?
  • 0:36:24 Godzilla und die Menschen
  • 0:58:11 Fazit
  • 1:04:15 Data Sein Spielzimmer
  • 1:14:44 Noch ein kurzes Gespräch über Cellos und Handschuhe
  • 1:16:15 Verabschiedung

9 Antworten auf „Data sein verstrahlter Guppy“

  1. (Schön, auch mal einfach nur als Hörer kommentieren zu können! 😉 )

    Mir ging’s mit dem Film ähnlich: beim ersten Schauen fand ich die Nicht-Godzilla-Passagen schrecklich langweilig – so langweilig, dass ich ich mir den Film vor unserer 1. Godzilla-Folge nicht noch mal ganz anschauen wollte.
    Nach, beim 2. mal Schauen hat mich der Film dann sehr fasziniert, auch und gerade diese Passagen. Da steckt mehr drin, als ich ursprünglich angenommen hatte.

    Trotzdem: Ich bin nach wie nicht vollends überzeugt, dass die Komik in diesen Passagen tatsächlich freiwillig – oder sogar unfreiwillig ist. Ich halte es für möglich, dass das alles ernst gemeint und ernst genommen werden sollte, und dass ein japanisches Publikum, das mehr mit japanischer Lebensweise und gesellschaftlichen Normen das im Gegensatz zu einem europäischen oder amerikanischen Publikum aus so verstehen könnte.
    Die Komik könnte ganz einfach darin liegen, dass uns das alles so fremd und und absurd vorkommt.

    Und DANN wäre der Film leider DOCH langweilig! Das wäre zugegeben schade.
    Vielleicht möchte ich doch, dass es komisch gemeint war. 😉

  2. Hallo allerseits! 😉

    Schön, dass ihr euch mit dem radioaktiv verstrahlten, mutierten Riesenlurch aus Nippon beschäftigt!

    Meinen ersten Gojira-Film sah ich mit ca. 7 Jahren, es müsste “Godzilla – Die Rückkehr des Monsters” gewesen sein. Er zog mich ähnlich stark in seinen Bann wie der erste “King Kong” von 1933 oder “Superman II” . Ich fand ihn spannend, düster und obwohl Gojira das alles vernichtende Monster ist, empfand ich ein gewisses Mitgefühl für ihn, was eine Parallele zu King Kong darstellt. Dieses Wesen, das wie ihr sagt mehr eine unaufhaltsame Naturgewalt als ein Individuum ist, gleicht tatsächlich einer Katastrophe wie einem Erdbeben, einem Vulkanausbruch oder einer Flutwelle. Daneben hat es die Komponente der menschlichen Hybris, die mit Atomwaffen eine Urgewalt entfesselt, die sie selbst nicht kontrollieren kann. Auch die religiösen Vorstellungen des Animismus, in dem Naturereignisse als “beseelt” betrachtet werden, spielt hier sicher eine Rolle. Ich kann mir gut vorstellen, dass Menschen in einem Vulkan ein Lebewesen sehen, das wie Gojira hin und wieder erwacht und dabei Tod und Zerstörung über das Land bringt. Das hat etwas mystisches, geheimnissvolles, aber auch furchterregendes. Es ist ein Ausdruck dafür, wie der Mensch mit seiner Umwelt interagiert und versucht, sie erklärbar zu machen. Oberflächlich betrachtet ist es ein reines Action-Spektakel und die Filme sind meistens Trash, aber die Grundidee besitzt trotzdem eine gewisse Tiefe. Wie die Filme über Alien-Invasionen und Zombie-Apokalypsen bringen auch Monsterfilme in der menschlichen Seele eine besondere Saite zum Schwingen. “Der weiße Hai” zeigt auf ähnliche Weise, dass wir Menschen nicht mehr an der Spitze der Nahrungskette stehen und es eine Intelligenz in Form eines Tieres gibt, die uns überliegen ist. Zu diesem Thema könnten Psychologen oder Kulturwissenschaftler bestimmt viel erzählen.

    Biolante und King Ghidorah damals richtig gruselig! 😱 Mit Godzillas Sohn haben es die Autoren dann irgendwann übertrieben. “Godzilla vs. Mechagodzilla” hat aber (zumindest für einen Gojira-Fan) schöne Spezialeffekte. Insgesamt gefallen mir die Filme der Heisei-Reihe am besten.

    “Shin Godzilla” habe ich bisher noch nicht gesehen, aber er ist bei Prime Video verfügbar und steht in meiner Watchlist.

    Ich freue mich über weitere Podcasts zu Gojira!

    LL&P
    Michael

    1. Hey Michael,

      Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es hinter Jeder Erzählung noch etwas mehr zu entdecken gibt als die Oberfläche einem direkt zeigt, es lohnt sich bloß nicht immer nachzuschauen. Manchmal ist, bei aller tiefe und Mehrdeutigkeit, ein langweiliger Film einfach nur ein langweiliger Film.

      Godzilla hat so wie als auch, in großen Mengen zu bieten. Das macht das Franchise im großen und ganzen für mich spannend.

      Hast Du Lust, nach dem Du dir Schin-Godzilla angesehen hast mal durchzugeben für was für eine Art Film das Deiner Meinung nach ist? Wir sind uns hier noch nicht ganz sicher (Siehe Diskussion weiter oben). Vielleicht können wir das Problem demokratisch lösen.

      LL&P
      Thure

      1. Hi Thure!

        Ich werde mir “Shin Godzilla” werde ich mir heute mal anschauen und euch danach ein Feedback geben. Den Podcast habe ich auch noch nicht gehört.

        LG
        Michael

  3. Hallo Leute!

    Ich habe mir “Shin Godzilla” angeschaut, der Film macht es einem aber schwer, ihn zu bewerten. Die ersten 20 Minuten sind für mich eine astreine Politsatire, weil Politiker, Beamte und Behörden als unfähig und inkompetent dargestellt werden. Sie diskutieren die ganze Zeit über Gesetze, ohne zu einer Entscheidung zu kommen. In einer Szene werden sogar japanische Texte (mutmaßlich Gesetzestexte) eingeblendet. Geil finde ich auch, dass es ein “Krisenkontrollzentrum” gibt, aber als die Kacke am Dampfen ist, wird erstmal eine “Katastrophennotfallzentrale” “ins Leben gerufen”. Zur Einsetzung der Katastrophennotfallzentrale muss natürlich eine Kabinettssitzung abgehalten werden, während draußen die Welt untergeht. Nach ca. 16 Minuten sagt einer der Charaktere:
    “Es ist nicht sehr effektiv, aber so ist das Prozedere. Wir leben in einer Demokratie.” Weil der Premierminister mit seiner Regierung von Godzilla getötet wurde, fängt sofort das Geschacher um die Nachfolge an. Yaguchis Kumpel sagt ihm ganz offen, er (Yaguchi) könnte ja jetzt Premierminister werden und ihm dann mal eben einen hohen Posten in seiner Partei verschaffen. Vetternwirtschaft ist also an der Tagesordnung.
    Die Bezüge zum Tsunami von 2011 und der darauffolgende Kernschmelze im AKW Fukushima Daiichi finde ich sehr deutlich:
    – “das große, unbekannte Lebewesen” schwimmt durch den Fluss ins Landesinnere und schiebt dabei einen riesigen Haufen von Booten vor sich her, das sah beim Tsunami ganz ähnlich aus
    – die beschwichtigende, abwiegelnde Ansprache des Premierministers (“Das Wesen kann sich nicht an Land bewegen. Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen.”) erinnert mich an die Fukushima-Kernschmelze. Da gab es auch so eine Ansprache eines hohen Tieres, ich glaube es war der CEO von TEPCO
    – Durchsagen über Radio und Lautsprecher, während ein riesiges Monster die Stadt in Schutt und Asche legt: “Es gibt keinerlei Grund zur Panik.” LOL!

    Wegen der starken Überzeichnung von Charakteren wie dem Premierminister und Patterson und Szenen wie den endlosen Konferenzen ist der Teil bis ca. 47 Minuten, als Godzilla seinen 2. “Landgang” antritt, für mich hauptsächlich eine Parodie/Satire.

    Als der richtige Angriff mit viel militärischem Gerät (Cobra- und Apache-Kampfhubschrauber, Mitsubishi-Kampfjets, B-2-Bomber, Panzer, Haubitzen, Raketenartillerie, Kampfdrohnen) beginnt, wird der Film viel düsterer und ernster. Es ist ein relativ harter Schnitt, wobei die “Zahnbehandlung” dann doch wieder albern wirkt. Die Zerstörungsorgie, die Animationen und Spezialeffekte in diesem Abschnitt finde ich auch toll. Auch den Bezug zu Hiroshima und Nagasaki, die Angst vor einem möglichen 3. Atomwaffeneinsatz über Japan und die rücksichtslos entsorgten Atommüllfässer haben mir gefallen.

    Das Ende ist aus mehreren Gründen unbefriedigend. Erstens hat Godzilla wie ihr sagt keinen Charakter, er ist nur irgendein Monster, dass vernichtet werden muss. Zweitens bleibt die Zivilbevölkerung, die man schützen möchte, eine gesichtslose Masse. Drittens gibt es keinen Charakter, der mir sympathisch ist oder ein persönliches Opfer bringt. Yaguchi und Patterson haben die meiste Ahnung und retten den Tag, aber auch die beiden lerne ich nicht wirklich kennen. Im Original stirbt der Wissenschaftler Serizawa einen Heldentot, um Godzilla zu zerstören und so die Menschheit zu retten. “Shin Godzilla” ist ein unterhaltsamer Film, aber das liegt v.a. daran, dass ich in der ersten Hälfte nicht einschätzen konnte, in welche Richtung er sich entwickeln würde. Mich hat er wegen der eindimensionalen Charaktere, die die meiste Zeit nur langweilige Dinge tun, auch enttäuscht. Vielleicht würde ich ihn besser bewerten, wenn man die Satire-Nummer bis zum Schluss durchgezogen und eventuell noch die Fans der Kaijū-Filme auf die Schippe genommen hätte. Die Lösung zur Vernichtung von Godzilla wäre dann möglicherweise ganz banal gewesen, aber kein “Experte” zog sie in Betracht. Insofern stimme ich euch im Großen und Ganzen zu.

    Ihr habt euch gefragt, ob Godzilla immer gegen andere Monster kämpft. “Godzilla – Die Rückkehr des Monsters” ist der 1. Film der Heisei-Staffel und stellt mehr oder weniger ein Reboot des Originals von 1954 dar:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Godzilla_%E2%80%93_Die_R%C3%BCckkehr_des_Monsters

    Was zum Lachen und zum Weinen:
    https://abload.de/image.php?img=409234_23181633690016g8qgi.jpg
    https://blog.karenhurleydesign.com/post/66777491533/one-child-is-holding-something-thats-been-banned

    LG
    Michael

    1. Hey Michael,

      Im Großen und Ganzen kann ich zu dem von Dir geschriebenen nur sagen: Jo!

      Ich denke, wenn man denn Satirischen Teil tatsächlich voll durchgezogen hätte – wäre es am Ende ein ganz anderer Film geworden. Letztendlich ist es ja der Regierungsapparat der am Anfang eher hilflos agierte eben auch der Apparat der nicht nur das Godzilla Problem gelöst – sondern auch den Abwurf der Atombomben verhindert hat.

      Der zweite, ‘Was zum Lachen und zum Weinen’ Link ist echt bitter.

      LG
      Thure

      1. Hi Thure!

        Wusstest du etwa nicht, dass Kinderbücher, Ü-Eier und Gummibälle VIEEEL gefährlicher sind als Sturmgewehre?!? Das muss man doch wissen!

        LL&P
        Michael

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