Data seine Captains auf der Brücke

Star Trek – Treffen der Generationen

(C) Felix Herzog
Kitschige Weihnachten… Können wir auch!

Kann Weihnachten noch kitschiger werden als bei Familie Picard?

…wir hoffen mal nicht, in Aussicht auf unsere eigenen, dieses Jahr notgedrungen wahrscheinlich etwas untypischeren Weihnachts-Feierlichkeiten, und schauen uns zur Inspiration und Abschreckung als Weihnachtsfilm Star Trek – Treffen der Genrationen an…

Meine Fresse! So also stellt sich nun Familien-Un-Mensch Jean-Luc das ideale Familie-Weihnachten mit der idealen Familie vor!
…oder etwa nicht?

Mit dem Versuch, dieser und anderen Fragen, die uns dieser Film aufgibt (viele, viele, SO VIELE Fragen!), auf den Grund zu gehen, wollen wir uns und Euch die Advents-Tage und das Warten auf das Christkind verkürzen.

Viel Spaß damit & Frohe Weihnachten!

Data sein Bücherregal:

„Die Rückkehr / The Return“ von William Shatner

Data sein Kassettenrecorder:

Leo & die Abenteuermaschine
(Link zur Facebook-Seite)
(Link zum Crowdfunding)

Data seine Links:

8 Antworten auf „Data seine Captains auf der Brücke“

  1. Ich habe selbst den Film angesehen und fand den klasse. Ich wusste zum Beispiel nicht, weswegen Spock nicht mehr im Film dabei war, aufgrund dass er mit dem Drehbuch nicht zufrieden war. Ich fand das Team-Work mit Picard und Kirk sehr gut, wie sie Sooren besiegt haben. Der Film kann aber auch einen Philosophischen Ansatz haben, dass das ganze Leben von jedem Menschen ein Nexus ist und alles um uns herum evtl. nicht real ist.

    Lob an den Podcast: Unterhaltsamer Einstieg mit den vielen Wortversprechungen.

  2. Hallo ihr Lieben,

    ich twitterte ja bereits, wie schön ich den Austausch unterschiedlicher Interpretationen finde, dafür höre ich zu. 😀
    Die Wahrnehmung, dass die Discovery-Folge „Wiedervereinigung, Teil 3“ den Kanon umschreibt, kann ich nicht teilen. Ich war im ernsten Moment böse mit dem Satz, ich sah ihn als Unterstellung und Reduzierung Spocks. Das änderte sich beim Abkühlen für mich, was ist denn passiert? Eine Frau, die Spock nur aus Geschichtsbüchern kennt und seine Ziehschwester trifft, von deren Vorgehen gerührt und beeindruckt ist (so meine Wahrnehmung), ist in dem Moment so beflügelt, dass sie vermutet, dass diese die historische Figur beeinflusst haben mag. Mehr ist nicht passiert. Es gibt keine Bildunterschrift die besagt, Verkündung: So ist es, lebt damit, bäh!
    Aus der Sicht von T‘Rina ist das für mich eine verständliche Idee, denn ich glaube Michael hat sie inspiriert und gerührt und das in einem neuen Tief eines Prozesses, in dem sie auf Ni’Var schon sehr lange stecken. Nachdem ich also abgekühlt hatte, fragte ich mich warum war ich denn sofort auf 180? Ganz ehrlich, das war nicht fair ggü. der Sache, auch nicht aus dem Beschützerinstinkt zum Kanon und Spock. Daraus erwächst für mich keine brauchbare Kritik, ich arbeite dran.
    Auch, dass Spock in der Serie überhaupt eingebracht wurde, finde ich nicht tragisch. Ja, sein Leben ist damit noch überfrachteter, aber schaut mal was Kirk und Picard usw. schon alles widerfahren ist. Auf der einen Seite will man andocken und auf der anderen Seite, sollen Lebensläufe nicht weitergetragener werden? Die Zeit mit Michael in seinem Leben waren wenige Jahre, die wir noch nicht kannten, jetzt kennen wir sie etwas.

    @Markus, die Beerdigung Kirks auf Veridan III finde ich nicht so ungewöhnlich. Er ist nicht nur aus der Zeit gefallen, müsste auch ein Schiff wieder verlassen. Eine All-Bestattung macht man nur, weil man nicht beerdigen kann und den Leichnam nicht an Bord behalten möchte. Ob man einen Leichnam nun zB Richtung Sonne oder auf einen unbewohnten Planeten schießt, wobei das schon komisch ist, oder ihn begräbt, macht für die Trauer keinen Unterschied in Star Trek mMn. Eine Trauerfeier mit allen Ehren kann es dennoch geben. Dass Kirk auf dem Gipfel beerdigt wurde liegt daran, dass er eigentlich gar nicht stürzen sollte. Das mit dem Brückensteg wurde nachgedreht nach dem ersten Screening, damit alles dramatischer ist. In meinem Kopf-Kanon ist er nach dem Sturz mit einer Raumanomalie wieder auf den Berg gekommen. 😉 Picard hätte ihn unmöglich hochtragen können, das Universum hatte da ein Einsehen.

    Frohe Weihnachten für euch 🖖🏻 Danke für das Podcast-Jahr =)
    🎄✨🕯✨

    Herzliche Grüße
    Tanja

    1. Ja, ich finde, dass Du, was T’Rinas Äußerung angehet über den vermeintlichen prägenden Einfluss von Michael auf Spock, genau richtig liegt. Das ist wirklich plausibel.
      Dass diese Stelle halt doch viel Unmut hervorgerufen hat, kann nicht zuletzt an dem allgemeine Thema der Serie „Michael rettet sie alle!“ liegen. Das passt im ersten Moment so wie die Faust aufs Auge, da ist es schon gar nicht leicht, über die aufwallenden Emotionen hinwegzusehen. Ging mir zumindest im ersten Moment so, ich kann mir vorstellen, dass das vielen anderen Zuschauern ähnlich ging.

      Picards Beerdigung:
      Verflixt! Ich weiß, dass ich lieber In-Universe-Erklärungen gelten lassen wollte (aus reinem Spieltrieb!), aber an die naheliegende Produktions-Erklärung hab ich überhaupt nicht gedacht! Das ergibt natürlich auf einmal sehr viel mehr Sinn.
      Tja, wieder ein Rätsel aufgeklärt, wie entsetzlich ernüchternd! 😉 😀 (Aber danke für den Hinweis!)

  3. Hi Felo, Hi Thure, Hi Markus!

    Nach der „Trek Nights“-Ausgabe mit Gaststar Felo höre ich ihn mir und seine beiden Mitstreiter jetzt im heimischen Podcast an. Erstmal herzlichen Glückwunsch zur Premiere! Ihr habt nämlich noch nie zuvor explizit über einen Star Trek-Film gesprochen. Oder habe ich in eurem Archiv etwas übersehen? 🤔

    Ich finde die Star Trek-Filme generell schwierig, weil Star Trek im Gegensatz zu Star Wars als Serie konzipiert wurde und meiner Ansicht nach ins Fernsehen gehört und nicht ins Kino. Star Trek I bis VI kann ich persönlich am meisten abgewinnen, wobei sie beileibe nicht fehlerfrei sind. Immerhin haben sie das Franchise nach Jahrzehnten revitalisiert und die Produktion weiterer Serien erst ermöglicht. Wenn TMP 1979 gefloppt wäre, hätte es TNG, DS9 usw. nie gegeben. Darum haben die ersten vier Filme bei mir ein Stein im Brett. Die TOS-Filme haben den zusätzlichen Vorteil, dass ihre Serie zu 99% eine Anthologie war und es deshalb keinen Abschluss gab. Ich kann mir die letzte Folge „Turnabout Intruder / Gefährlicher Tausch“ zuerst und die erste reguläre Folge „The Man Trap / Das letzte seiner Art“ zuletzt anschauen. Das macht wahrscheinlich niemand, aber die Serie lässt es zu, weil keine direkten Zusammenhänge bestehen. Rahmenhandlung und Charaktere sind identisch, abgesehen davon „zwingt“ mich aber nichts, die Episoden der Reihe nach zu schauen. TOS blieb drei Jahre lang mehr oder weniger das, was es war, nämlich eine Science Fiction-Serie mit abgeschlossenen Folgen. Klar sieht man, wie sich die Freundschaft zwischen Kirk, Spock und McCoy entwickelt und langsam das Triumvirat entsteht. Das ist aber ein fließender Übergang, in dem sich kleine Szenen und Dialoge aneinanderreihen und in der Rückschau ein Gesamtbild ergeben. Es gibt kein „A führt zu B, B führt zu C.“ Die TOS-Filme greifen nur selten Storys aus die Serie auf, der stärkste Bezug ist Khan in Star Trek II.

    Anders ist es bei TNG, denn dialog- und storylastige Episoden wie „Redemption / Der Kampf um das Klingonische Reich“, „I am Hugh / Ich bin Hugh“ oder „Preemptive Strike / Die Rückkehr von Ro Laren“ sind ohne Kenntnis der früheren Staffeln unverständlich. Zwischen dem Pilotfilm „Encounter at Farpoint“ und dem Serienfinale „All Good Things / Heute, Gestern, Morgen“ liegen buchstäblich Welten, die Entwicklung ist überdeutlich zu sehen. Alle schönen, emotionalen Szenen im Finale wirken, weil ich diese Charaktere sieben Jahre lang auf ihrer gemeinsamen Reise begleitet habe. TNG wurde im Lauf der Zeit konsequent zu einer anderen Serie umgeschrieben und legte den Grundstein für DS9. Sie bekam das tollste und beste Finale, das es geben konnte. Schon im ersten TNG-Film werden mehrere Bezüge zur Serie hergestellt: der Tod von Robert und René, Datas Emotionschip, Lursa und Betor als Antagonistinnen (was reiner Fanservice war) und Guinan. Etwas Vergleichbares gibt es in Star Trek I bis VI nicht und zeugt vom Selbstbewusstsein, das die Produzenten 1994 hatten. Dass „All Good Things“ so großartig ist, lässt die TNG-Filme aber von Anfang an wie eine unmotivierte Weitererzählung erscheinen. Alles, was nach dem legendären TNG-Finale noch kommen kann, muss zwangsläufig enttäuschen und darin liegt für mich der entscheidende Schwachpunkt dieser Filme. TOS konnte man weitererzählen, weil es nicht abgeschlossen war. Klar, die Darsteller waren für ihre Rollen schon 1979 zu alt, aber dieses Problem haben die TNG-Filme auch.

    Zu Kirks Tod und seiner Bestattung habe ich zwei Fragen:
    1) In Star Trek V erklärte Kirk, er wüsste genau, dass er eines Tages allein sterben würde. Heißt das, er lag zuerst in Picards Armen, wollte danach aber zum Sterben allein gelassen werden?
    2) Wieso lässt man Kirks Leiche auf Veridian III liegen, anstatt ihn zur Erde zu bringen und in einer würidgen Zeremonie entweder in seiner Heimat Iowa oder auf einem Friedhof in der Nähe des Sternenflottenhauptquartiers beiszusetzen? Na ja, die Beisetzung von Offizieren scheint in der Sternenflotte ohnehin nicht en vogue zu sein. Spock wurde in einer leeren Photonentorpedohülle auf dem Genesisplaneten bestattet, obwohl man ihn eigentlich nach Vulkan hätte bringen müssen. Data bekommt nach seinem Heldentot in „Nemesis“ auch keine Gedenkstätte, obwohl er sich für die Enterprise und die Erde – UND NICHT FÜR PICARD!!! – geopfert hat. Müsste die Sternenflotte nicht Friedhöfe wie den Nationalfriedhof Arlington haben, auf denen gefallene/verstorbene Mitglieder beerdigt werden?

    Neben all der berechtigten Kritik an „Generations / Treffen der Generationen“ ist es für micht trotzdem ein besonderer Film, weil er mich zu TNG brachte. Vor meiner Erstsichtung kannte ich nur TOS und die TOS-Filme, aber durch das „Treffen der Generationen“ begann ich, mich auch für die – damals noch relativ neue – Serie TNG zu interessieren. Ich wollte wissen, wer dieser Androide ist und warum ein Klingone an Bord eines Sternenflottenraumschiffs dient. So ging ich mit Picards Crew auf die Reise und bin bis heute froh darüber! An den späteren Filmen habe ich allerdings noch viel mehr auszusetzen.

    Bezüglich Weihnachten wollte ich noch die TOS-Folge „Dagger of the Mind / Der Zentralnervensystemmanipulator“ erwähnen. Dort begegnet Kirk Dr. Helen Noel, die er auf einer Weihnachtsfeier kennenlernte. „Noel“ ist ein französischer männlicher Vorname (der rote Erzengel Michael lässt grüßen) und „Noël“ ist das französische Wort für Weihnachten.

    Brent Spiner alias Data alias Scrooge:
    https://www.youtube.com/watch?v=E_uJ-WkM_Ak

    Patrick Stewart alias Scrooge:
    https://www.youtube.com/watch?v=1uE3EHSId8U

    Apropos TNG und Weihnachten:
    https://www.youtube.com/watch?v=rxos6LqTD0I

    SIR, JAWOHL, SIR!
    https://www.youtube.com/watch?v=PAIyzzF7CDw

    Frohe Weihnachten euch allen! 🤶 🎄🎁🎅

    LL&P 🖖 👋
    Michael

    1. Für mich hatten die Filme II – IV immer so etwas wie einen Serien-Charakter. Allerdings einen mit Story-Arc, was die Parallele zur alten Serie wiederum eher schwächt.

      Zu deinen Fragen:

      1. Verdammt! Das hatte ich tatsächlich noch auf dem Plan gehabt, und bis jetzt vergessen! Dazu habe ich nämlich auch keine klare Antwort.
      Höchstens, dass „allein“ in dem Kontext von Star Trek V für Kirk „ohne Spock und McCoy“ bedeutet, ohne seine Brüder. Picard als oberflächliche Zufallsbekanntschaft zählt da wohl nicht.

      2. Man sieht zwar nicht, dass Kirks Leiche später noch aus dem Steinhaufen-Grab geborgen wird, aber es wird auch nicht gezeigt, dass er da liegen bleibt oder einfach vergessen wird. Daher könnte man spekulieren, ob das nur ein vorläufiges Grab war, das Picard da aufgeschichtet hat, und ob Kirk später noch eine anständigere Beerdigung bekommen hätte.
      Allerdings glaube ich das eigentlich eher nicht. So etwas wichtiges hätte man gezeigt, wenn das weggelassen wurde, muss auch davon auszugehen sein, dass Kirks Beerdigung damit auch wirklich beendet ist. Da spricht dann doch eher nur der Fan in mir, der gerne noch etwas richtigdrehen will.
      Vielleicht sollte die unzeremonielle, schlichte Beisetzung ja auch etwas aussagen, im Sinne von: Kirk war niemand, der Pomp & Circumstances gewollt hat. Oder so was. Ich weiß auch nicht.

      Auf jeden Fall wünsche ich Dir und all unseren Hörern auch noch mal Frohe Weihnachten!

  4. Machen wir’s doch kurz: sie haben’s vergeigt.
    Jede. Einzelne. Szene.
    Na gut, mit Ausnahme der Szene mit Data an der Bar.
    Das beginnt mit einem technischen Erprobungsflug nur kurz „um den Block“, bei dem offenbar kein einziger Techniker an Bord ist und bei dem die Enterprise das einzige Schiff in weitem Umkreis ist. Das geht weiter mit einem harten Schnitt von der Enterprise B zu einer Beförderung auf der Enterprise D in einem Setting des 19. Jahrhunderts. Und das geht so weiter, bis Kirk in den Armen von „dem Anderen“ stirbt, statt alleine. Leonard Nimoy hatte völlig recht damit, nicht dabei zu sein.
    Die Idee, dass Picard nie den Nexus verlassen hat, ist übrigens so alt wie der Film selbst. Das ist auch die einzige Erklärung für den ganzen Mist, der danach rauskam. Es scheint so, dass die Macher mit diesem Film völlig vergessen hätten, wie man eine gute Geschichte erzählt.
    Euer Podcast war schon schön, aber… ihr seid euch heute wirklich ganz oft ins Wort gefallen. Das war schon ein wenig anstrengend.

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