Wenn es draußen hässlich und unerfreulich in der Welt aussieht, dann schaut man sich am besten eine der schönen, alten Feelgood-ScFi-Serien an…
Oder Battlestar Galactica. Das Remake von 2004. Die Serie, die alles mögliche ist, aber nicht unbedingt feelgood!
Wir sind fast an den Anfang der Serie gesprungen, in die 1. Episode der Serie, gleich nach dem Pilotfilm (übrigens: Spoiler-Warnung!), in der sich die Mannschaft der Galactica und die Flotte der Menschen, die sich nach dem Angriff auf ihre Heimat durch die Cylonen gerade in einer besonders unangenehmen Extrem-Situation befinden: exakt alle 33 Minuten tauchen die Cylonen auf und die Flotte muss so schnell wie möglich per Überlichtsprung das Weite suchen – und das schon seit über fünf Tagen, was bedeutet (zumindest für die Viper-Piloten):
Ein ganz frischer Ersteindruck, zur Verstärkung des romantischen Weltall-Feelings unter dem Sternenhimmel (mit Sternschnuppen aufgenommen!): meine Gedanken zur 6. Episode der 3. Staffel von Star Trek Strange New Worlds, die den (schönen, aber leicht irreführenden, wie ich finde) Titel trägt:
“The Sehlat Who Ate Its Tail / Der Sehlat, der sich in den Schwanz biss”
Star Trek und die Utopie – Battlestar Galactica und die Dystopie
Utopien und Dystopien, das sind Themen-Gebiete (und -Landschaften), in denen wir uns hier im Hals schon des Öfteren fröhlich herumgetrieben haben. Und auch in dieser Besprechung widmen wir uns wieder einmal der so gern gestellten Frage “Ist Star Trek wirklich eine Utopie?”, kombiniert mit der Konter-Frage nach dem (vermeintlich) dystopischen Gegenpart, der hier in Gestalt des 2010er Serien-Remakes von Battlestar Galactica daherkommt.
Spoiler-Warnung:
Wir sprechen nicht nur über Battlestar Galactica (und verraten damit möglicherweise überraschende Wendungen in der Serien-Handlung), sondern auch über die 2. Episode der 2. Staffel Strange New Worlds: “Ad Astra Per Aspera”.
Seit dem Serien-Start 2017 scheiden sich die Trekkie-Geister: Ist The Orville nur ein billiger TNG-Abklatsch? Oder ist sie “das andere, bessere Star Trek”?
Wie dem auch sei, nach 9 Episoden in Reihe, in denen wir uns ausschließlich Star Trek gewidmet haben, wird es Zeit, auch mal wieder was anderes zu besprechen. Und damit der Entzug nicht ganz so kalt wird, haben wir uns Dataseinen Gegenpart an Bord der Orville zum Thema der heutigen Besprechung genommen, den Kaylonier Isaac, seines Zeichens “gefühlloser” Androide in Reinkultur.
Was macht ihn aus, wie ist seine persönliche Entwicklung, wie seine soziale Interaktion mit seinen biologischen Crew-Mitglieder*innen? Ist er wirklich so ohne Emotionen, wie er selbst behauptet oder ist er zu einer anderen Art emotionalen Ausdrucks durchaus fähig? Und was unterscheidet ihn von seinem Gegenpart an Bord der Enterprise (und vergleichbaren anderen Außenseitern)?