Data sein Kurzurlaub in einer Villa am Meer

„Dolly.Zero“ von Ugo Bienvenu

Science Fiction muss nicht unbedingt Raumschiffe und Weltall sein, dachte sich irgendwann mal der französische Trickfilmer Ugo Bienvenu.

Und Science Fiction muss nicht unbedingt TV-Serien und Langfilme sein, dachten wir uns kürzlich erst.

Also, dachten wir uns, besprechen wir in dieser Ausgabe einen Animations-Kurzfilm von besagtem Ugo Bienvenu:

Dolly.Zero

…in dem in einer nahen… oder fernen?… Zukunft ein Paar, Sylvio und Dolly ein… ja, was nun eigentlich?… ein schönes Wochenende?… die letzten Tage… Jahre… ihres Lebens… oder was?… in einer Villa am Meer im Süden Frankreichs verbringen.

(Antoine Debarge / Ugo Bienvenu – Dolly.Zero from Miyu Productions on Vimeo.)

Data seine Links:
Wir haben Post bekommen!

9 Antworten auf „Data sein Kurzurlaub in einer Villa am Meer“

  1. huhu
    wieder eine ganz tolle folge

    eierlikör heisst hier klötengenever

    magst du noch ne postkarte?
    ich war frueher viel in frankreich und da gab es caterien oderso
    also ein laden wo es nur postkarten gab
    schick dir gerne eine ähnlich touristisch verkitschte zu

    🙂

    und anstatt der doofen ostfrieslandkarte schick ich mal ein photo
    wegwerfen kannst du das ja noch immer 😛

    lg sebs

  2. Hallo ihr beiden,
    eine schöne Folge =)

    Ohne eure Überlegungen dachte ich, dass der Film für den Trott steht, den man bereit ist zu leben, weil er auf anfänglich gut erscheinenden Entscheidungen beruht, die man für zu diesem Zeitpunkt erstrebenswerte Dinge traf. Irgendwann sieht man wohin es einen bringt. Ob man weiter den Kreislauf bedient gilt es immer wieder zu entscheiden, auch wenn es sich gar nicht so anfühlt.

    LG \// Tanja

    1. Die Unausweichlichkeit und die Unfähigkeit, aus dem Trott und dem Kreislauf auszubrechen… ganz schön düster.
      Nur dass hier die Entscheidungen eindeutig fremd-gesteuert sind. Während sie im normalen Leben zumindest meistens so scheinen, als ob man selbst die Freiheit hat, sich zu entscheiden.
      Gefällt mir nicht schlecht, der Gedanke.

  3. Gewissen Vorgaben des Daseins zu entkommen, erfordert schon einiges. Von daher passt das für mich schon.

    Übrigens, ja sie ist keine Dolly Buster, sie ist eindeutig eine Seven of Nine. 😄 Nur trägt sie kein Korsett, man sieht ihr Sixpack. Eine Frau wie man sie überall sieht… in der Phantasie. 😉

  4. Da habt ihr ja wieder was nettes ausgesucht!
    Beim Anschauen schlichen sich auch bei mir sofort Moebius, Logan’s Run, Gorillaz ins Hirn — an viele Säulen dich anlehnen du tust, junger Filmemacher …
    Daher auch meine Deutung:
    Es handelt sich um baugleiche Androiden, die alle als letzten Schritt zur „Menschwerdung“ den Wunsch teilen sterben zu können. Um möglichst „natürlich“ dahinscheiden zu können, werden ihnen Nummern zugelost und die Art ihres Todes, wenn auch immer gleich, erfahren sie erst vor Ort. Das nächste Paar bezeugt den Tod, übernimmt Aufbahrung und Trauerarbeit.
    Sehr symbolisch auch zum Beginn die Transportkapsel, die nicht weiterfährt sondern umdreht — Endstation Villa.
    Warum Dolly.Zero?
    Dolly — nach dem Klonschaf, weil alle identisch sind?
    Zero — wir erleben die „Nullnummer“ dieser Tradition?

    1. Dolly, das Klonschaf, an das hatte ich gar nicht mehr gedacht! Das ist brillant!

      Aber Zero… es waren ja schon einige andere Dollys in den Schränken verstaut worden, das mit der Nullnummer kann nicht so ganz hinkommen.
      Trotzdem, eine sehr coole Assoziation.

  5. Mal so einen Kurzfilm zu besprechen hat mir sehr gut gefallen!

    Ich war gedanklich auch irgendwann bei „Die Herrscher der Zeit“.

    Sehr interessanter Stil und schöne Atmosphäre.

    Witzig fand ich, dass Ihr dieses Trickfilmfestival angesprochen habt. Ich hatte da noch nie von gehört, bis ich in meiner vorletzten Podcastepisode den Trickfilmer Joachim Sohn interviewt hatte, der davon erzählte. Und jetzt stoße ich hier bei Euch erneut darauf!

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