Data sein Café der Zukunft

“Beyond the Infinite Two Minutes / Dorosute no hate de bokura” (2020)

© Felix Herzog

Zeitreisen, Zeitfenster, Zeitportale… alles beliebte Themen und Motive der Science Fiction.

Dass Blicke in die Zeit aber nicht unbedingt weit in die Zukunft bzw. zurück in die Vergangenheit reichen müssen, dass wenige Minuten unter Umständen ausreichen, um eine spannende Zeitreise-Geschichte zu erzählen, das hat 2020 der japanische Independent-Film “Beyond the Infinite Two Minutes / Dorosute no hate de bokura” von Junta Yamaguchi gezeigt, der seine Zeitreise nicht nur in einem zeitlich kleinem Rahmen, sondern auch örtlich auf kleinstem Raum beschränkt stattfinden lässt:

Kato, der Betreiber eines kleinen Coffeeshops in Kyoto stellt eines Abends fest, dass er in seiner Wohnung vom Bildschirm seines Computers aus angesprochen wird – und zwar von sich selbst!
…von sich selbst, zwei Minuten in der Zukunft, aus dem Café ein Stockwerk tiefer! Denn die beiden Computer in der Wohnung und im Café scheinen um zwei Minuten zeitversetzt miteinander verbunden zu sein: ein Fenster in Zukunft und Vergangenheit!

Ab da nimmt die Handlung ihren unaufhaltsamen Lauf… schließlich ist die Zukunft ja schon vorbestimmt, oder?

Beyond the infinite Two Minutes (Trailer)
Data seine Links:

Auch sehr wichtig (man sollte vorsichtig sein, wenn man in die Zukunft blickt):
SPOILER-WARNUNG!

Data sein letztes Weihnachten, bevor es unter die Erde ging…

Terry Gilliam’s “Twelve Monkeys”

© Felix Herzog

Weihnachten in der Pandemie, abgeschottet von der Welt, das ist uns allen wohl noch ein Begriff, auch wenn es für viele jetzt schon nur mehr eine vage Erinnerung an ein Weihnachten vor wenigen Jahren darstellt, das wir in der Isolation verbrachten.

Weihnachten 1996 dagegen fegte eine weitaus verheerendere Virus-Pandemie über die Welt, die innerhalb weniger Tage den größten Teil der Menschheit ausrottete, den überlebenden Rest der Menschen unter die Erde zwang, wo sie seitdem mühsam dahin vegetieren.
Der Häftling James Cole hat vier Jahrzehnte später mehr nur vage Erinnerungen an diese Zeit vor dem letzten Weihnachten, am stärksten durch wiederkehrende Träume an dramatische Bilder auf einem Flughafen – nur wenige Tage, bevor es unter die Erde ging…

Warum wir uns an diese Pandemie nicht erinnern?

Weil diese Ereignisse nicht während unserer Pandemie stattfanden, sondern in Terry Gilliams surrealen Science Fiction-Thriller “12 Monkeys” von 1995, in dem Bruce Willis, Madeline Stowe und Brad Pitt die Hauptrollen spielten.

“Twelve Monkeys” (Trailer) – © Universal Pict.
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(Es plaudern in dieser Podcast-Folge: Kai & Felo.)