Data sein Science Fiction

(c) Felix Herzog

Was ist eigentlich Science Fiction & wie sind wir dazu gekommen?

Es ist so weit!

Was die Welt, der Alpha- bis Epsilon-Quadrant und die gesamte Podcast-Community seit Urzeiten so dringend gebraucht und so atemlos erwartet haben wie nichts Vergleichbares seit der Erfindung der essbaren Unterhosen, ist endlich da:

Noch ein weiterer Star-Trek-Podcast!

Aufgeregt? Ja, wir auch.

In unserer Nullnummer beschäftigen wir uns erst mal mit dem Thema „Science Fiction“ selbst.
Wir reden darüber, was uns persönlich zur Science Fiction gebracht hat, welche Vertreter der Science Fiction uns begleitet und geprägt haben. Und wie genau man das eigentlich definieren kann: Science Fiction. (Gar nicht so einfach.)

Außerdem: in einem neuen Podcast gibt es neue Rubriken. In der Rubrik „Romanvorstellung“ (wir haben noch keinen snappy Namen dafür… „Data seine Bücherecke“ oder so wäre wohl angebracht) stellt Markus eins der ganz frühen Werke (aus persönlicher Sicht) der Science Fiction vor:

„Bill, der Galaktische Held“ von Harry Harrison

Data seine Links:

Aus Data seinem Bücherregal:

Bill, der Galaktische Held von Harry Harrison

Data sein Podcatcher:

9 Antworten auf „Data sein Science Fiction“

  1. Hi,

    ich picke mir mal mein Lieblingsthema heraus: ihr habt kurz erfundene Sprachen angesprochen, und euer Statement dazu – Fantasy ist da „egozentrischer“ – fand ich ziemlich treffend. Wenn in der Science Fiction Sprachen eine Rolle spielen, dann werden meistens eine oder eine Handvoll Eigenschaften beschrieben, die gesellschaftspolitisch oder sprachphilosophisch interessant sind (etwa in Arrival, in 1984, in LeGuins Büchern), vor allem im Vergleich zu unserem echten Sprachgebrauch (=die scifi-typische Verankerung, die ihr diskutiert). Den Fall, dass eine Sprache wirklich in allen (auch uninteressanten) Aspekten bis ins Detail ausgearbeitet wird und dann von Fans auch gelernt wird, scheint wirklich eher ein Fantasyding zu sein; als Ausnahmen außer dem von euch erwähnten Klingonisch fallen mir noch Na’vi aus Avatar und die Kreolsprache aus Expanse ein (die beide aktive Fan-Communities zu haben scheinen, in denen sich Fans auch in den Sprachen austauschen). Irgendwo dazwischen ist vielleicht Clockwork Orange angesiedelt, das komplett in der erfundenen Varietät geschrieben ist, aber ohne dass es in die Grammatik-und-Vokabeln-Selbststudium-Richtung geht.

    A propos egozentrisch, zu eurer Frage zu unserem Namen (habe mich über die Erwähnung gefreut, vor allem im Kontext alternativer SciFi-Bezeichnungen an der Grenze zwischen quatschig und präzise!): Unsere „Fantastische Wissenschaftlichkeit“ haben wir aus „Wissenschaftlicher Fantastik“ gemacht, was ein quasi direkt aus dem Russischen übersetzter Begriff aus dem Umfeld der sowjetischen/DDR-SciFi-Literatur ist.

    Eure „stabilisierte Spinnerei“ ist aber euch hervorragend (vor allem wenn man wie wir ein Herz für sperrige unvermarktbare Namen hat), und bringt den Kern von Science Fiction, nach dem ihr in der Folge gesucht habt, sehr gut auf den Punkt, finde ich.

    Ansonsten:
    +1 für Podcastkatze
    +1 für sympathischen Gesprächsmodus und angenehmes Gesprächstempo
    +1 für drei Gastgeber – aus der Anzahl ergibt sich eine gute Dynamik

    1. Hallo, Marta.

      Unser 1. Kommentar, wie schön! (Das ist das tolle, wenn man einen Podcast beginnt: man kann erst mal ständig Premieren feiern!)

      Ich erinnere mich an Clockwork Orange aus meiner Science-Fiction-Lese-Anfangszeit, vor allem daran, dass ich den erfundenen Slang (aber auch ganz allgemein den Schreibstil) sehr, sehr anstrengend fand und dann ganz schnell kapituliert habe. Eine Sprache, deren Regelwerk man nicht nachvollziehen kann, ist einfach schwer zu erfassen – selbst wenn das Vokabular eingängig genug wäre, dass man es sich durch Auswendig Lernen aneignen könnte – daran kranken für mich ganz viele Werke, die erfundene Sprachen und Begriffe exzessiv verwenden. (Ich wusste mal eine Gattung der Science Fiction, die das so extrem betreibt, habe sogar das ein oder andere Buch hier – aus dem Stegreif kann ich mich gerade nicht dran erinnern, typisch. 😉 Vielleicht hab ich’s bis zur nächsten Aufnahme gefunden, dann kann ich im Podcast vielleicht was Schlaueres dazu sagen.)

      Tja, “ sperrige unvermarktbare Namen“… Was wir uns da für ein Ei gelegt haben *Picard’scher facepalm* – das wird mir langsam immer peinlich bewusster! 😀 (Nicht erst, seitdem mir NACH dem Online Stellen der 1. Folge aufgefallen war, dass wir in der Folge mit keinem Wort erwähnt haben, WARUM wir uns eigentlich diesen seltsamen Namen gegeben haben!)
      “Fantastische Wissenschaftlichkeit” mag sperrig sein, hat aber den unbestreitbaren Vorteil, dass man sich wahrscheinlich sehr viel schneller einen Reim drauf machen kann.

  2. Hallo,

    danke fuer euren interessanten Podcast! Zu der Diskussion moechte ich beitragen, dass der Sporenantrieb sicherlich genauso fantastisch ist wie der Warpantrieb – also wohl kein Argument gegen die Kategorisierung als Science Fiction. Mich stoert aber, dass man mit dem Sporenantrieb problemlos in jede Ecke des Universums reisen kann. Das nimmt dem Universum aber die Größe und seine Geheimnisse. Das geheimnisvolle und unerforschte Universum, das es zu erforschen gilt, ist aber ein Bestandteil von Star Trek, der mich immer sehr fasziniert hat.

    Gruß
    N

    1. Erst mal: Hallo und Sorry, dass ich zwei Tage gebraucht hab, um Deinen Kommentar freizuschalten. Menschliches Versagen. 😉 (Bei Deinen nächsten Kommentaren wirst Du nicht mehr warten müssen.)

      Ja, der Sporenantrieb, eins der vielen Probleme der Serie. Und ich gebe Dir recht: nicht die Art des Antriebs selbst ist für mich das Problem, sondern die Art, wie er eingesetzt wird – in vielerlei Hinsicht.

  3. Ich bin gerade dabei einen Podcast zu hören – eine schöne Bereicherung 🙂

    Aber bei dem Thema „Was ist Science Fiction“ muss ich noch während des Hörens diesen Kommentar schreiben.

    „Star Trek ist Science Fiction und Star Wars ist Fantasy.“
    Zumindest ist das meine Definition 🙂

    Und nun höre ich diese erste Ausgabe weiter und bin gespannt wie sich das bei euch Weiterentwickelt.

    Den Weg zu Euch habe ich übrigens von „Trek am Dienstag“.

    Bis dahin
    Matthias

    1. Das ist ja durchaus eine sehr weitverbreitete Definition. „…Fantasy mit Raumschiffen und Robotern.“ 😉
      Warum auch nicht, wir haben die Definition „Was ist Science Fiction?“ ja auch noch nicht letztschlüsslich abgeschlossen (und werden es möglicherweise noch auf lange Zeit nicht!), da sind wir immer noch für alle weiteren Definitionsauslegungen offen.

      Eine StarWars-Folge steht zumindest auf unserer Liste (das „Wann“ ist allerdings noch nicht geklärt 😉 ), egal, wie man das Franchise definiert.

  4. „Alarm im Gruselschloss“ muss ich unbedingt noch einmal sehen. Der gehört zu den Dauerbrennern meiner Kindheit.

    Zur Scifi:

    Ich habe für fantastischeantike.de – ursprünglich durchaus aus Gründen der Bequemlichkeit – die Definitionen meines Kollegen Frank Weinreich übernommen. Als ich dann etwas tiefer in der Materie drin war, habe ich sie beibehalten, weil sie bei meinen Projekten einfach gut funktionieren.

    Laut Frank Weinreich handelt Phantastik ganz grob gesagt vom Unmöglichen, wobei sie in Abgrenzung zur Religion keinen Anspruch auf Wahrheit erhebt. Zur Phantastik zählt die Science Fiction, die Dinge thematisiert, die NOCH nicht möglich sind, die man sich aber grundsätzlich irgendwie als mit den uns bekannten Naturgesetzen vereinbar vorstellen kann. Dem gegenüber steht die Fantasy, bei der es Magie (bei Star Wars die Macht) gibt, die wir beim besten Willen nicht mit den Naturgesetzen vereinbaren können. (Wobei George Lucas die Macht natürlich durch die Midi-Chlorianer zu rationalisieren versucht.)

    Es gibt zahlreiche Definitionen, die alle was für sich haben. Letztlich muss man es so machen wie Ihr es in der Sendung macht: man muss halt einfach eine Definition nehmen, die zu einem selber passt, und gut ist 😉

    Schöne Grüße!

    1. …wobei auch die, wie Du mittlerweile gemerkt haben dürftest, durchaus flexibel und gerne bei Bedarf angepasst wird. 😉
      Was aber grundsätzlich auch kein Manko sein muss, im Gegenteil: den eigenen Standpunkt immer wieder hinterfragen und anzupassen gehört, das ist mMn der fest in Stein gemeiselten unverrückbaren Ansicht immer vorzuziehen, ganz gleich worum es sich dabei handelt – und auch wenn es einem selbst nicht immer gefällt.

      Was die Unterscheidung zwischen Phantastik und Fantasy angeht, finde ich die Definition, die Du nennst, sehr treffend.

      Und was Alarm im Gruselschloss angeht… ich wusste gar nicht mehr, dass wir diesen grandiosen Unfug in dieser frühen Folge angesprochen hatten! Tatsächlich steht dieser herrliche Film, bzw. Carry On generell tatsächlich auf unserem Plan – wenn auch eher in mittelnaher/mittelferner Zukunft, und aus Gründen im andern Podcast.

      1. Cool! Da freue ich mich drauf!

        Kurze Bemerkung am Rande: Ich hatte bei dieser Folge zum ersten Mal bewusst den akkustischen Effekt wahrgenommen, dass ich die Sprecher räumlich verorten konnte. Thure sprach immer mehr in mein rechtes Ohr, Markus ins Linke und Du saßst so in der Mitte. Ist auch mal witzig!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.