Data sein Mankini

ZARDOZ (1974)

© Felix Herzog

Wenn man an ikonische Filmrollen denkt, die Sir Sean Connery bekannt und berühmt machten, ist eine sicherlich NICHT dabei (auch wenn möglicherweise mehr Leute ein Bild davon vor Augen haben, als man meinen möchte): die des Endzeit-Exterminatoren Zed (in roter Windel, mit Patronengurten über der nackten Brust gekreuzt, Oberschenkel-hohen Schaftstiefeln, mit Schnauzbart und langem, schwarzen Zopf), der als blinder Passagier im Kopf seines Gottes Zardoz in das Refugium der unsterblichen Oberschicht seiner postapokalyptischen Welt eindringt, um dort mal alles auf den Kopf zu stellen.

Die Waffe ist gut, der Penis ist schlecht!

Felo und Lars trotzen tapfer allen Widrigkeiten (wie Tonausfälle, klingelnde Telefone, Handwerker und Paket-Osterhasen) und reden in dieser Folge über John Boormans ambitionierten, reichlich abgefahrenen Science Fiction Film von 1974:

ZARDOZ

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4 Antworten auf „Data sein Mankini“

  1. Sheep in!

    Thema: O-O-Rapist
    Danke Felo, ich teile deine Abscheu (eigentlich Ekel!!!), obwohl es im Roman etwas anders ablief …
    Bond hindert Tilly daran Goldfinger für das Vergolden ihrer Schwester Jill zu töten, weil sein Auftrag noch nicht erledigt ist.
    Dadurch werden sie gefangen, doch Bond kann durch das Versprechen der Mitarbeit vorerst ihrer Leben retten.
    Beim Zusammentreffen mit Pussy wird Bond bedeutet, dass seine Verführungskünste nicht helfen werden, und als er Tillys Reaktion sieht zählt er zwei und zwei zusammen, hat aber nur drei Finger frei.
    Schließlich kann er Pussy doch noch “rumkriegen” und sie erklärt ihre Einstellung: “Ich bin aus Texas. Weißt du, was man in Texas über eine Jungfrau sagt? Das ist ein Mädchen, dass schneller rennen kann als ihre Brüder. In meinem Fall war es mein Onkel …”
    Rettet Bond (als Figur) natürlich nicht, da er es nicht gewusst hat, aber vielleicht Fleming als Autor. Denn auch in “Man lebt nur zweimal” … [NMI] … aber das sind Betrachtungen für “Data seine Zweitverwertung” und “Data sein vorbestimmter Mangel an Diversität”.

    Thema: Zardoz
    Für das Budget originelle Bildsprache … also keine die man sich leisten konnte … oder gelbe Unterseeboote die man nicht sehen kann?!
    Es unterstützt natürlich das — dystopische nicht post-apokalyptische — Szenario … wenn es das ist?!
    Der im Sinne der Menschheit zur Gottheit weiterentwickelte Mensch erkennt, dass für weitere Entwicklung Antrieb nötig ist.
    Aber es wird Zwang benötigt damit auch die Exekutive gegen ihre Götter vorgeht und schlussendlich wieder zur stagnierenden Form wird? Oder zeigt uns das Ende tatsächlich Nirvana? Auch wenn die Kinder noch “aushäusig” sind?
    Aber wenn das Sein das Bewusstsein bestimmt sollten wir Alexander Nikopol dazu hören …

    Sheep out!

    P.S.: Honor Blackman, die Darstellerin von “Pussy Galore” verstarb 2020 im Alter von 94
    P.P.S: Enki Bilal / Alexander Nikopol im 21. Jahrhundert / Die Geschäfte der Unsterblichen // verfilmt, sicher schlecht gealtert, aber “a must see”

    1. Es ist sehr ernüchternd… die alten Bond-Filme, Connery wie Moore, waren ganz lang sehr unantastbar für mich, aber jedes mal, wenn ich heute einen anschaue, entdecke ich so etwas, das sie mir etwas madiger macht. Ich will nicht wegschauen oder das übersehen, das käme ich mir falsch vor, aber auch unter dem Aspekt, alte Filme nach Möglichkeit nicht zu sehr nach heutigen Maßstäben zu betrachten und beurteilen, sind solche Stellen ganz oft einfach nicht tragbar. Dafür gibt es einfach keine Brille, die rosa genug ist.
      Vielleicht muss man sich einfach irgendwann von alten Steckenpferden verabschieden.

      Die Romane… vielleicht kann ich die noch ein wenig länger halten. Ich hab davon bislang nicht all zu viele gelesen, aber der Stil von Ian Fleming hat mich bislang immer gefesselt, und Bond kam mir in den Romanen, die ich bislang gelesen habe, immer etwas “menschlicher” vor.

  2. Hallo Lars, Hallo Felo!

    Ich habe von “Zardoz” nur den Trailer und den Ausschnitt (pun intended!) gesehen, in dem Charlotte Rampling die Erektion erklärt. Trotz der hochkarätigen Hauptdarsteller Connery und Rampling wirkt er auf mich wie ein Machwerk, der von den “Männern, die auf Videos starren” als “Kackfilm” besprochen werden könnte. Wenn schon SciFi mit Sean Connery, dann bitte “Outland – Planet der Verdammten”! 😉

    LL&P
    Michael

    1. Zardoz könnte ich mir unter der Prämisse tatsächlich als sehr passend für MdaVs vorstellen (und gerne anhören!).
      Letzten Endes ist der Kackfilm des einen das abgedrehte Kunstwerk des anderen. Kommt immer auf die Perspektive an.

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