Trauma-Bewältigung, psychologische Aufarbeitung von extremen Belastungen, das ist etwas, von dem ich als Fan bislang dachte, dass es in Star Trek immer sträflich vernachlässigt würde. Die Mitglieder der jeweiligen Schiffe und Raumstationen erlebten jede Woche die schlimmsten Abenteuer, die sie eigentlich für den Rest ihres Lebens emotional verkrüppeln müssten, um dann, eine Woche später, einfach so wieder beim psychischen Status Quo angelangt zu sein.
Doch nun wurde mir mit der neuen Episode von Starfleet Academy endlich, ENDLICH! mal eine Geschichte präsentiert, die zeigt, wie den Held*innen der Serie (hier: die Kadett*innen der Sternenflotten-Akademie), die vor einigen Episoden schlimme Erlebnisse im Weltall hatten, mithilfe verschiedener Therapie- und Heil-Methoden bei der Aufarbeitung ihrer erlebten Traumata geholfen wird.
Alles richtig gemacht, Starfleet Academy! Die Welt ist wieder ein schöner Ort!
Oder?
Oooder??!
Ich möchte mich in dieser Solo-Aufnahme ein wenig mit der Frage nach besagter Trauma-Bewältigung in dieser Episode und in Star Trek generell beschäftigen.
Und auch wenn dies keine vollständige Episoden-Besprechung, gilt dennoch:
VORSICHT! Spoiler- Warnung!
Wenn Ihr nicht gespoilert werden wollt, solltet Ihr besser vorher zumindest die 8. Episode der 1. Staffel von Starfleet Academy gesehen haben:
Da ich psychologisch allerbestenfalls Laien-Status habe und ich auch sonst vieles, was es zu dem Thema an Trekkigem zu sagen gegeben hätte, vernachlässigt habe, möchte ich ergänzend die Expertinnen im Podcast empfehlen: Die Trekkiepedia-Episode “Psychologie” mit Gästin Nikola (Psychologin und Psychotherapeutin) liefert die fehlenden 99,99999% (mindestens!) an Fachwissen.
Holodeck-Geschichten sind bei Star Trek immer Fan-Lieblinge – zumindest, wenn es das Holodeck schon gibt.
Wenn nicht, dann muss es eben erfunden werden!
Und das tut, um einiges früher als erwartet, die Serie Star Trek Strange New Worlds, die in der 4. Episode der 3. Staffel, “A Space Adventure Hour / Weltraumabenteuerstunde”, Sicherheits-Chefin La’an Noonien-Singh einen Prototyp der neu entwickelten Freizeit-Technologie auf Herz und Nieren prüfen lässt – mit für sie unerwarteten, für uns Fans (leider) nur allzu vertrauten Komplikationen!
Außerdem, neben meinem Ersteindruck zu dieser Episode und einer Abschweifung in ein zeitreisendes, japanisches Hotel, auch ein paar Gedanken zum ersten Teaser-Trailer der kommenden, für 2026 angekündigten, und seit langer (laaaaaaaanger!) Zeit erwarteten, neuen Serie “Starfleet Academy”.
Zeitreisen sind ein beliebtes Motiv in Star Trek, und noch beliebter (vor allem bei den Produzenten!) sind Zeitreisen, bei denen die Helden aus der teuren Zukunft zurück in unsere preiswerte, zeitgenössische Gegenwart reisen.
Seit der TOS-Episode “Tomorrow is Yesterday”, in der es KirksEnterprise auf die Erde der 1960er Jahre verschlagen hat, ist dies noch mehrfach geschehen, und wir haben uns aus der Liste an Geschichten, die in der Zeit spielen, in denen die jeweilige Serie (oder Film) produziert wurden, eine Doppel-Episode zur Besprechung ausgesucht, in der Captain Janeway und die Besatzung der USS Voyager auf der Erde in den 1990ern stranden:
“Future’s End / Vor dem Ende der Zukunft”
Data seine Links:
Verschwommenes Zeitzeugnis: Der hellblaue Familien-VW-Bus (hinten) des Podcasters (v.r. im Bild)
Eine Serie aus dem Star Trek Franchise, die bei uns bislang eher stiefmütterlich wegkam, soll heute auch endlich mal etwas Aufmerksamkeit bekommen: nur weil sie weit ab vom Schuss im Delta Quadranten herum gondelt, muss das ja nicht bedeuten, dass die USS Voyager bei uns bis in alle Zeit links liegen gelassen werden soll!
In der Folge “Dame, Doktor, As, Spion / Tinker, Tenor, Doctor, Spy” (Staffel 6, Episode 4) lernt das Medizinische Notfall-Hologramm Tag zu träumen – und wir sind so voyeuristisch und haben dem Holo-Doc dabei zugeschaut. …wir, Captain Janeway, ein paar bürokratische Piraten und eigentlich so ziemlich jeder an Bord der Voyager, dem etwas der Sinn für Abstand und Diskretion abgeht.
1984erschien ein Film. Sein Titel war 1984. Der Roman, auf dem er beruhte, hieß 1984. Der Roman wurde 1948 geschrieben. Zufall? Verschwörung? Steckt Alexa hinter all dem? Oder Google? Oder Stalin, Churchill und Roosevelt? Oder doch nur Big Brother?
Wir reden über George Orwell, seinen letzten und größten Roman (1984), über die Verfilmung von 1984 mit John Hurt in der Hauptrolle, über die Gemeinsamkeiten von Autor und Protagonist des Romans, über Orwell’schen Dystopien, die zu Rodenberry’schen Utopien führen können, über veränderbare Realitäten, über Stalin, Alexa, die Borg Queen und ein potentielles Terror-Regime unter Miles O’Brien.