Dies ist (noch) keine richtige, ausführliche Staffel-Besprechung der 1. Season von Starfleet Academy, lediglich ein paar einsame Gedanken über einen ganz bestimmten Aspekt aus dem dem Staffel-Finale, der mir keine Ruhe mehr lässt:
Die gefühlte Größe des Weltalls!
…und warum besagtes Weltall gerade ein ganzes Stück kleinergeworden ist.
SPOILER-WARNUNG! Es werden Details aus den Episoden 9 und 10 der 1. Staffel von Starfleet Academy verraten.
Das Gerücht, es werde eine neue Serie geben (oder Film), die von den Jahren handelt, die junge Starfleet-Held*innen auf der Akademie verbringen, bevor sie zu alten Held*innen werden, geistert schon lange – SEHR lange durch den Star Trek gerüchte-Cosmos…
Jetzt ist das Gerücht endlich wahr geworden! Seit einer Woche (zum Zeitpunkt der Aufnahme) sind die erste drei Episoden von Starfleet Academy zu sehen, und wir haben sie sich uns (in unterschiedlichem Ausmaß an Spannung und Erwartungshaltung) angesehen.
Wir sprechen über den Staffel- und Serien-Auftakt, ausführlich über die 1. Episode “Kids These Days”, und auch ein bisschen über die 2. Episode “Betatest” (versuchen allerdings, aus der 2. Episode nichts wesentliches zu spoilern.)
Was logischerweise bedeutet:
SPOILER-WARNUNG!
Wir reden ungehemmt über die 1. (und 2.) Episode von Starfleet Academy, (und sprechen auch über Begebenheiten aus den letzten 3 Staffeln von Discovery.)
…und wichtiger noch: wann konntet Ihr das letzte mal den Zirkus wieder verlassen?
Die unfreiwilligen Hauptfiguren des Zirkusses, über den wir heute reden, können denselben schon seit einer ganzen Weile (oder sogar noch länger) nicht mehr verlassen, denn Pomni und ihre Leidensgenoss:innen sind gefangen in einer retro-esken Computer-Spiele-Welt, gefangen und bespaßt von einer wohlwollenden, aber nicht unbedingt wohltuenden KI.
The Amazing Digital Circus, seit 2023 als unregelmäßig erscheinende Web-Animations-Serie zu einem gewissen Kult-Status gelangt und seit kurzem auch auf Netflix gestreamt, begeistert nicht nur das Publikum, sondern löst auch in großem Maß, wie heutzutage so viele andere Serien auch, in Fan-Kreisen das unvermeidlichen Spekulieren und Mutmaßen aus, was wohl wer und wie und warum und überhaupt hinter allem steckt – und auch wir können es uns nicht verkneifen, die vielen, vielen Fan-Theorien mit einem kleinen, eigenen Beitrag zu erweitern.
Aber damit nicht genug:
Die Serie basiert auf dem Werk eines Science Fiction Autors, der uns klassischen Trekkies durchaus ein Name sein könnte: Harlan Allisons Kurzgeschichte “Ich muss schreien und habe keinen Mund”.
(Quell: Youtube.)
Und auch mit dieser, sehr viel düstereren Vision beschäftigen wir uns… in Wort und Bild.
Kinder wie die Zeit vergeht… kaum, dass wir endlich dazu kommen, die 8. Episode der 1. Staffel von Star Trek Prodigy zu besprechen – und schon steht der Warpkernbruch unmittelbar bevor und die Episode droht samt der ganzen 1. Staffel aus dem Stream zu verschwinden!
In “Time Amok / Zeitphasen” wird die noch junge, zusammen gewürfelte Crew der Protostar auf eine ganz besondere Zeitreise geschickt, an deren Ende sich zeigen muss, ob sie tatsächlich als Crew zusammen arbeiten und das Schiff retten können oder ob sie – alle für sich, jede:r in deren eigener Zeitphase gefangen – mit dem Schiff untergehen.
Außerdem begeben wir uns auch selbst noch auf eine ganz eigene, musikalische und sehr emotionale Zeitreise: wir reisen durch die Intros und Titelmusiken der vielen StarTrek-Serien, von der Ur-Serie 1966 bis ins Jahr 2022. Jede dieser Titelmelodien hat damals wie heute Dinge mit uns gemacht, Emotionen ausgelöst, Ereignisse begleitet… und wir wollen heute mal betrachten, ob auch wir eine Entwicklung durch die zeit mitgemacht haben, ähnlich, wie es die Crew der Protostar geschafft hat.
Hinweis: Da wir in unserem eigenen Feed aus Zitate-rechtlichen Gründen von Musikstücken nur immer jeweils 15 Sekunden einspielen können, möchten wir Euch die Mediathek von NRWision empfehlen. Dort ist diese Folge zweigeteilt erschienen (in die Prodigy-Besprechung und in die Titelmelodien-Zeitreise unterteilt)- aber was viel wichtiger ist: Dort könnt Ihr alle Titelmelodien in voller Länge hören, bevor wir sie besprechen! (Den Teil der Folge mit der musikalischen Zeitreise findet Ihr HIER.)
Wir haben ein paar Jahrtausende auf die passende Gelegenheit gewartet, dass das Schiff leer steht, um uns an Bord zu schleichen und uns 18 Minuten lang die Discovery von innen anzuschauen.
…und damit auch endlich diese New Trek-Lücke in unserem Podcast zu schließen.
Im Short Trek Calypsovon 2018 wird ein einsam in einer Rettungskapsel im All treibender Mann geborgen und wacht auf der USS Discovery auf – um festzustellen, dass er nur wenig weniger einsam ist als zuvor, denn die einzige Gesellschaft, die er auf dem großen, leerstehenden Schiff bekommt, ist Zora, die schiffseigenen KI, die sich liebevoll um ihn kümmert… liebvoller, als dass einer künstlichen Intelligenz vielleicht möglich sein sollte.
Calypso ist neben einer sehr stimmungsvollen Kurzgeschichte zwischen den ersten beiden Staffeln auch eine Analogie auf die griechische Mythologie, namentlich die Odyssee, denn was hier erzählt wird, ist nichts anderes als die Geschichte des griechischen Helden par excellence, des listenreichen Odysseus, der im Laufe seiner Irrfahrten auf der Insel der Nymphe Calypso strandet.
Mit Michael (von Fantastische Antike) beschäftigen wir uns in dieser Folge stark mit der Antiken-Rezeption – worin finden wir alles Hinweise auf Homers Odyssee?
…und das nicht nur in diesem Short Trek, sondern auch in einer längeren Episode (auch wenn sie bei uns etwas kürzer wegkommt) aus aus der 3. Staffel von Star Trek Voyager, “The Favorite Son / Die neue Identität”, in der Harry Kim in die unfreiwillige Rolle des antiken Helden schlüpft.
Die Welt braucht Utopien, gerade jetzt (gefühlt) mehr als je zuvor. Wir haben uns also einen Utopischen Film angeschaut, in dem die (fast!) gesamte Menschheit in einer großen, friedlichen Gemeinschaft lebt. Damit in so einem menschlichen Paradies überhaupt noch Konflikte auftreten können, müssen schon Außerirdische die Erde bedrohen.
Genau das geschieht in der DEFA-Produktion von 1960…
Der Schweigende Stern (oder: Raumschiff Venus antwortet nicht / First Spaceship to Venus)
Brinkmann antwortet nicht!
Die Venus übrigens auch nicht, also machen wir uns besser mal auf, um nachzusehen, was da so los ist auf diesem Schweigenden Stern.
In einer nahen, eigentlich schon seit langem wieder vergangenen Zukunft startete vom Ostberliner Flughafen Berlin-Johannisthal aus eine schicke Rakete Richtung Venus, besetzt nach ganz und gar utopisch-marxistisch-leninistischem Prinzip mit einer international-diversen Besatzung aus vielen Ländern (unter russisch-sozialistischer Leitung, versteht sich.)
O.M.: Die ANDERE, auch sehr schicke Rakete M.L.: Sehen SO die Venusianer aus? U.M.: Sie sehen sich so ähnlich, sie könnten Brüder sein!
In den Neunzigern durfte er in keinem gut sortierten Kinderfernseher fehlen: der Kinderprogramm-Sender Nickelodeon, der die etwas anderen Serien und Filme auf deutsche Mattscheiben brachte.
Wo vorher “kindgerechte”, d.h. süßlich-naive Programme und kaum verhole Dauer-Werbesendungen für Merchandise die lieben Kleinen verblödete, hielten nun neue, originellere, schräge, zuweilen regelrecht abartige Zeichentrickserien Einzug wie Doug, Rugrats, Hey Arnold, Aaahh!!! Monster! – und eben Die Ren & Stimpy Show, die weder nach damaligem noch nach heutigem… oder möglicherweise auch nach gar keinen Maßstäben übertrieben kindgerecht genannt werden konnte.
Jubel, Jubel! Freu, Freu!
Was aber qualifiziert die gerne alle Grenzen des guten Geschmacks zumindest auslotende Zeichentrickserie von John Kricfalusi um einen cholerischen, asthmatischen Vorsteh-Chihuahua und eine dicke, dumme, knollennasige Katze dazu, ausgerechnet in einem ScienceFiction-Podcast behandelt zu werden?
Liebesbeziehungen, Romanzen, Freundschaften, Familienbanden, Bromances… wir werfen einen Blick darauf, wie die verschiedenen Star Trek Serien und Filme zwischenmenschliche Beziehungen dargestellt haben: Wo wurden die besten, interessantesten, plausibelsten Beziehungen eingegangen, aufgebaut, dargestellt, erzählt – und wo die weniger überzeugenden?
(Mit einem kleinen Schlenker ins quasi-Trekkige: wir vergleichen Datas erste Liebe mit dem entsprechenden Äquivalent auf der Orville.)
Und weil wir bei diesem Thema auch ein bisschen meta sind, sitzen heute nicht nur zwei Freunde vor den Mikros, sondern noch eine dritte Podcasterin, mit der auch die familiäre Beziehung im Podcast vertreten ist: Claudia, Felix’ Schwester (und damit ein Viertel des ehemaligen Herzog’schen Familien-StarTrek-Fan-Clubs), hat nicht nur das Thema der heutigen Folge vorgeschlagen, sondern gibt in dieser Folge auch ihr Podcast-Debut.
Faul und träge dümpelt der Spätsommer dahin, faul und träge wie der Rhein, faul und träge wie die beiden Podcaster, die an demselben in der spätsommerlichen Sonne sitzen und den Lemming-Herden bei ihrem Wandertrieb zuchau… Nein, Lemminge sind das nicht, was da in großen Scharen am Rhein entlang an uns vorbei zieht! Was sind das nur für Leute? Hiker? Wandervögel? Oder Borg, die einen Planet voller Outdoor-Fanatiker assimiliert haben?
Dieses Bild ist der einzige Grund, warum das Vorgeplänkel nicht aus der Folge geschnitten wurde!
Wer oder was sind eigentlich diese Borg, die einen so irritierend Plural-feindlichen Namen tragen, was macht sie aus, haben sie eine Kultur, eine eigene oder eine assimilierte, oder sind sie einfach nur ein sich verbreitendes, galaktisches Geschwür?
Damit beschäftigen wir uns heute, ohne große Vorbereitung, faul und träge in der Sonne sitzend, schweifen hierhin, dorthin, holen die Pakleds mit ins Gespräch, das antike Römische Imperium und die Matrix – während rings um uns die Wandernden Borg den Rhein herab und wieder hinauf ziehen.
Warnung: In dieser Folge wird ein wenig über die Pakleds aus der 2. Staffel Lower Decks gepoilert (aber nichts wirklich wichtiges.)
Data sein Links:
Der Beweis meiner Treue zu Pike: mein Starfleet-Academy-Batch!
* von einer repräsentativen Gruppe (bestehend aus 100% der in dieser Podcast-Episode anwesenden Podcastern) ausgewählt aus: Raumschiffe der Sternenflotte und/oder Erden-Schiffe (aus der Prä-JJ-Ära.)
Die neue Zeichentrick-Serie Lower Decks hat uns zwar nicht zum ersten mal damit in Kontakt gebracht, aber sie war die erste Star Trek Serie, die einem Konzept, das uns in allen Serien und Filme des Franchises schon oft begegnet war, einen Namen gegeben hat:
Der Zweitkontakt.
Wir fragen uns: Was ist überhaupt ein Zweitkontakt? Was unterscheidet ihn vom Erstkontakt? Gibt es Protokolle dafür, und wie müssen die aussehen? Welche Voraussetzungen muss ein Captain und seine Schifffsbesatzung mitbringen, um einen erfolgreichen Zweitkontakt herzustellen? Oder sind Raumschiffe per se eher ungeeignet zum Zweitkontakt?
Und wenn es einen Erstkontakt und einen Zweitkontakt gibt, gibt es dann auch einen Drittkontakt? Oder vielleicht einen Ersteinhalbkontakt? Ist das, was die Crew der USS Cerritos uns da in den 10 Folgen der 1. Staffel Lower Decks gezeigt hat, überhaupt ein richtiger Zweitkontakt?
Ist die Sternenflotte vielleicht gar nicht wirklich in der Lage, einen ordentlichen Zweitkontakt herzustellen – zumindest nicht so, dass es nicht immer wieder zu Epigonen,Landrus und schwer bewaffneten Pakleds kommt?
Und wie gehen eigentlich andere Leute mit dem Erst- und Zweitkontakt zu uns Menschen vor?
Thure & Felo bei ihrem zweiten Date…
Wir kommen dabei von Hölzchen zu Kriställchen, nehmen unterwegs Zweitkontakt mit einigen unserer unseren alten Lieblings-Themen auf… wir treffen wieder auf die Raumschiffe der verschiedenen Serien, schauen uns die Uniformen noch einmal an, sinnieren erneut über Ränge und Offiziere, wir erzählen noch mal vom nie stattgefundenen, tatsächlichen Erstkontakt der Vulkanier mit den Menschen, wir berichten von unserem eigenen Erstkontakt mit Lower Decks und unserem aktuellen Zweitkontakt mit Discovery– und verlieren dabei unser Ziel, einen alles in allem eleganten, gut fundierten Zweitkontakt aufs Parkett der Dilpomatie, Bürokratie und Podcastokratie hinzulegen, trotzdem nicht aus den Augen.
Spoilerwarnung:
Auch wenn Lower Decks noch immer nicht in Deutschland erschienen ist, werden wir, dank unseren übermenschlichen, hellseherischen Fähigkeiten, hemmungslos darüber reden, und alles verraten, was wir eigentlich selbst noch nicht wissen können. Dasselbe gilt natürlich auch für die 3. Staffel von Discovery (als ob das irgendwen ernsthaft stören könnte.)
Was in einer Zeitschriften-Kolumne geht, geht so ähnlich bestimmt auch in einem Star Trek Podcast, dachten wir uns, und haben uns die Frage gestellt:
Die altvertraute Park-Aufnahmesituation
Was haben eigentlich unsere Helden gemacht, wenn gerade keiner hingeschaut hat, oder was haben deren Angehörige gemacht, wenn sie nicht hingeschaut haben?
Thure und Felo haben das schöne Spätsommer-Wetter genutzt und sich zu einer Aufnahme in den Park gesetzt, fast wie in guten alten Zeiten (TM), mit schön vielen Nebengeräuschen und einem lauten (& leckeren!) Hörer-Geschenk, und haben ein wenig über diese wichtigen Fragen sinniert (die vor uns wahrscheinlich auch schon viele andere Trekkies bewegt haben):
Haben Spock und Saavik ein illegitimes Kind, und wenn ja: was hätte das für Konsequenzen haben können?
…und:
Was hat Dr. McCoy eigentlich zwischen der Serie und dem Film gemacht?
Außerdem werden wir beschenkt (s.u.), packen aus und schweifen wir noch mal ein bisschen ab in Richtung Duck Tales, Lower Decks(bei Spoiler-Angst bitte Kapitelmarken beachten!) und unser altes Lieblings-Steckenpferd: wir wollen unbedingt Alexander Siddig als nächsten Doctor in Doctor Who sehen!
Ein großartiges Lakritz-Geschenk von einer Hörerin!